St. Nikolaus | Geborgenheit hat viele Namen

Geschichte St. Nikolaus

Das prägnante Gebäude Memmingerst. 57, einst Wohnhaus des Residenz- und Hofmalers Franz-Georg Herrman (von1692 bis 1768) ist schon lange ein Haus für Kinder. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Umzug 1974 wohnten hier die Kinder des früheren „Waisenhauses“ und späteren “Kath. Jugendheimes“ der Kath. Waisenhausstiftung. Da der Kinderhort St. Elisabeth den Bedarf an Hortplätzen für den Kemptener Norden nicht mehr  abdecken  konnte, wurden im Erdgeschoß des nun freien Gebäudes zwei Hortgruppen eingerichtet. Die Stiftung vermietete die Räumlichkeiten, die Stadt schaffte die finanziellen Voraussetzungen, die Schwesterngemeinschaft Christliche Jugendhilfe übernahm die Trägerschaft und der heilige St. Nikolaus diente als Namensgeber.

Unter der Leitung der nimmermüden Schwester Magdalena Wolf wurde die Einrichtung schnell bekannt und hatte regen Zulauf. Anfang und Mitte der 80Jahre wurde zunächst das erste und dann das zweite Obergeschoß ausgebaut, in denen heute die beiden Kindergarten- und Krippengruppen untergebracht sind. Der Weitsicht der Stiftung ist es zu verdanken, dass durch eine beizeiten erfolgte Änderung der Stiftungssatzung die Kath. Waisenhausstiftung in der Lage war, nach dem Ausscheiden von Sr. Magdalena die Trägerschaft für St. Nikolaus zu übernehmen.

Der Trägerwechsel erfolgte zum 1. September 1993 und vier Monate später erhielt die Tagesstätte mit Frau Veronika Kobs auch eine neue (weltliche) Leiterin. Zug um Zug wurden alle Räume renoviert und das pädagogische Konzept den gewandelten (gestiegenen) Ansprüchen angepasst. Dabei stand das Wohl des Kindes stets im Vordergrund. Mit dem benachbarten Gerhardinger Haus, ebenfalls eine Einrichtung der Kath. Waisenhausstiftung wurde eine gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit aufgebaut, was letztendlich für beide Einrichtung Vorteile bringt.

In den vergangenen Jahren haben sich sowohl die pädagogischen Schwerpunkte als auch die gesetzliche Grundlage der Bildung- und Erziehungsarbeit nochmals verändert. Zum 01.09.2005 ist das neue Bayrische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz in Kraft getreten. Dies legt nicht nur veränderte pädagogische Standards fest, sondern beinhaltet auch eine neue Finanzierung für Kindertagesstätten.

Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Stiftungsverwaltung und der Tagesstättenleitung, hat sich die Kindertagesstätte St. Nikolaus zu einer einzigartigen Tagesstätte mit viel Herz und einem guten Ruf entwickelt. Mit Beginn der Umwandlung im gesetzlichen Bereich hat sich Frau Kobs nach über zwölfjähriger Tätigkeit am 31.07.2006 in den Vorzeitigen Ruhestand begeben. Die endgültige Einführung und Umsetzung der neuen gesetzlichen Bestimmungen, in der Tagesstättenarbeit wurde der neuen Leiterin Frau Petra Willems zum 01.08.2006, übertragen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Gerhardinger Haus hat sich die vergangenen zwölf Jahre weiter gefestigt, so dass wir heute in einigen Bereichen, wie z.B. Küche, Haustechnik und Verwaltung, miteinander verflochten sind. Auch der Außenspielbereich der beiden Häuser hat sich vergrößert und geht nun nahtlos ineinander über.

Von dieser Situation profitieren in erster Linie die uns anvertrauten Kinder und danken uns dies jeden Tag durch ihre Freude die sie an uns weitergeben.